Im Vergleich zum Meeres- und Lachsangeln ist das Süßwasserangeln in Norwegen ein weitgehend gut gehütetes Geheimnis. In ganz Norwegen gibt es Orte, an denen man für wenig Geld nahezu endlos viele Seen und Fließgewässer für sich entdecken kann – und die man wahrscheinlich ganz für sich alleine haben wird.
Angelsaison
Die beste Zeit zum Angeln variiert von Region zu Region und hängt zudem von der jeweiligen geografischen Lage ab. Allgemein gilt, dass die beste Fangzeit für die meisten Fischarten im Mai beginnt. Im September und Oktober, also kurz bevor die Bergseen zufrieren, sind ebenfalls spektakuläre Fänge möglich.
Fischarten
Bachforellen sind weit verbreitet. Andere vorkommende Arten sind Äsche, Renke und Saibling. Die Ökologie der norwegischen Kaltwasserseen bietet auch günstige Lebensbedingungen für den Hecht, der Spinn- und Fliegenfischern einen interessanten Sport bietet.
Die meisten größeren Lachsflüsse sind auch Lebensraum von Forellen (und Meerforellen), allerdings wird das Angeln auf diese Fischarten dort häufig vernachlässigt. Man kann nicht behaupten, dass es ein einfaches Angeln ist. Es gibt Orte und Zeiten, an denen große Forellen im kristallklaren Wasser der durch üppige Wiesen fließenden Gewässer auf große Streamer gefangen werden. Aber manchmal werden sie alle Köder ignorieren – außer winzige Trockenfliegen, die an dünnsten Vorfächern präsentiert werden.
Das andere Extrem sind die vielen Bergseen sowie die Gebirgsbäche, wo sich in jedem Pool einige Fische aufzuhalten scheinen, die meistens jede eingermaßen gut gefischte Fliege bereitwillig nehmen.
Angelreviere
Wo soll man anfangen? Vom Süden in Richtung Norden ausgehend, wäre das bekannte Hemsedal zu erwähnen, wo der Fluss Hemsila samt seiner Nebenflüsse eines der besten Reviere für Bachforellen darstellt. Ebenfalls sehr hoch angesehen ist der Oberlauf der Glomma, wo Hans van Klinken die Klinkhammer erfand, ein Fliegenmuster, dem bis heute viele begeisterte Fliegenfischer vertrauen.
Trøndelag in Mittelnorwegen ist eine Region mit Tausenden von Seen, Flüssen und Bächen. Mit nicht weniger als sieben Nationalparks bietet es unendliche Möglichkeiten zum Angeln auf Saibling in der rauen Berglandschaft, oder auf Äsche, Forelle und Hecht in den bewaldeten Tälern. Weiter im Norden ist Norwegen vor allem für das Angeln auf Dorsch und Lachs bekannt. Doch auch die Flüsse und Seen in den Regionen Troms und Finnmark (dem nördlichsten Teil Europas) stecken voller spannender Überraschungen.
Während diese Ziele gute Orte sind, um zu starten, bieten sich außerdem noch tausende anderer Plätze in ganz Norwegen an, die – besonders in entlegenden Gebieten – sowohl von Gastanglern als auch von einheimischen Fischern bisher weitgehend unentdeckt geblieben sind. Kommen Sie doch einfach mal nach Norwegen und entdecken Sie diese Plätze für sich!