Haupterwerbszweige sind Fischerei, Fischverarbeitung, Fischzucht, Tourismus, Rentierhaltung, Bergbau und Dienstleistungen.
Landschaft und Klima
Finnmark liegt ebenso nördlich wie Sibirien, Grönland und Alaska, aber dank des Golfstroms frieren die Häfen hier nicht zu und die Winter an der Küste sind meist milde. Trotz reichlichem Schneefall werden weite Teile der Region durch umgebende Berge gegen Wind und Kälte abgeschirmt.
Im Binnenland dagegen, nahe der finnischen Grenze, kann es im Winter extrem kalt werden, und die Sommer sind oft heiß und trocken. Insgesamt können sich Wetter und Temperaturen in der gesamten Region schnell ändern.
Geschichte und Tradition
Der Bezirk Finnmark hat eine interessante und teils dramatische Geschichte, die durch die Nähe zu den Nachbarländern Finnland und Russland bestimmt wurde. Die finnische Sprache und Kultur sind nach einer starken Einwanderungsbewegung aus Finnland im 19. Jahrhundert noch immer lebendig. An der Küste von Finnmark gibt es eine lange Handelstradition mit dem Osten, den so genannten Pomorhandel.
Im Herbst 1944 wurde der Bezirk beim Rückzug der deutschen Truppen vollständig niedergebrannt. Gleich nach dem Krieg begann der Wiederaufbau. Die meisten Menschen bauten ihre Häuser an derselben Stelle wieder auf, an der sie gestanden hatten.
Die Samen
Das Urvolk der Samen lebt verteilt über vier Länder: Norwegen, Schweden, Finnland und Russland. Man schätzt die Mitglieder dieses Volkes auf 50.000 bis 100.000 Menschen, von denen etwas mehr als die Hälfte in Norwegen lebt. Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse darüber, wie lange die Samen schon in Finnmark leben, aber Funde aus der Zeit um Christi Geburt weisen Merkmale auf, die auch später in der samischen Kultur wiederzufinden sind.
Auch in Texten der Römer aus dieser Zeit werden die Samen erwähnt. Wenn Sie mehr über die Samen erfahren möchten, finden Sie weitere Informationen unter galdu.no und samitour.no.
Mitternachtssonne und „blaue Zeit“
Nördlich des Polarkreises beginnt das Land der Mitternachtssonne. Je weiter nach Norden man kommt, desto länger dauert die Zeit, in der die Sonne im Sommer nicht unter den Horizont taucht und im Winter das besondere blaue Licht herrscht. An der arktischen Küste geht die Sonne zweieinhalb Monate nicht unter, bevor es zum Herbst hin wieder dunkle Nächte gibt. Im Herbst und Winter kann man in wolkenlosen Nächten das Nordlicht sehen. Es ist ein unvergessliches Erlebnis, wenn die grünen, rosafarbenen und purpurroten Schleier über den Himmel tanzen.
Wichtige Städte in Finnmark
Alta – 18.000 Einwohner
Hammerfest – 9.200 Einwohner
Honningsvåg – 3.420 Einwohner
Kirkenes – 7.000 Einwohner
Vardø – 2.400 Einwohner
Vadsø – 6.200 Einwohner
Zuletzt aktualisiert am: 2008-09-22