Der Wasserfall Kårdalsfossen im Flåmtal, Norwegen - Foto: Terje Rakke/Nordic Life/Fjord Norway
Norwegische Flagge
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Der Wasserfall Kårdalsfossen im Flåmtal, Norwegen

Wissenswertes über die Abenteuerstraße

Die Abenteuerstraße (Eventyrveien) berührt drei Regionen im Süden Norwegens: Das Hallingdal, den Hardangerfjord und den inneren Teil des Sognefjordes.
Die offizielle Internetseite der Abenteuerstraße

Aufgrund der schönen Landschaft, des reichen Tierlebens und der kulturellen Sehenswürdigkeiten ist die Abenteuerstraße traditionell ein beliebtes Reiseziel.

Landschaft

Die Eiszeit formte die Region auf einer Fläche von 15.000 Quadratkilometern mit Tälern, Bergen und Moränenlandschaften. Gleichmäßig steigt das Hallingdal mit den Orten Hol und Hemsedal von 130 auf 985 Höhenmeter an. Große Waldgebiete mit Laub- und Nadelbäumen prägen das Landschaftsbild. Im Westen liegt die Hardangervidda-Hochebene. Weiter nördlich wird das Gelände gebirgig und fällt dann teils steil zu Fjorden und Tälern ab. Westlich der Hardangervidda beginnt der Hardangerfjord, berühmt für seine fruchtbaren Obstplantagen. Die Täler im Norden – Flåmsdal, Undredal, Nærøydal, Aurlandsdal und Lærdal enden am längsten Fjord Norwegens, dem Sognefjord.

75 Prozent der Region liegt auf einer Höhe zwischen 900 und 1900 Metern. Mächtige Gletscher und Wasserfälle sind typisch für diese teils hochalpine Landschaft. Auf der kargen, baumlosen Hardangervidda – Europas höchster Hochebene – herrschen bezüglich Klima, Flora und Fauna arktische Bedingungen. Der Gletscher Hardangerjøkelen und die Gebirgszüge Hallingskarvet und Reineskarvet sind die höchsten Erhebungen. Beliebte Angelflüsse sind Lærdalselva, Hallingdalselva und Hemsila.

Historischer Hintergrund

Die Natur ist seit jeher wichtigstes Kapital und Grundlage für Fischerei, Landwirtschaft, Wasserkraft und Tourismus in der Region. Schon in der Steinzeit lebten die Menschen von der Jagd auf Rentier, Schneehuhn und Forelle. Die weiten Wälder lieferten Holz für feste Gebäude und die typischen Stabkirchen. Auf den Märkten wurden beim Warentausch Bande zwischen den Menschen aus den Bergen und den Bewohnern der Fjordregion geknüpft. Die so genannte Hardangerfiedel war das gemeinsame Musikinstrument, obwohl die Menschen in Bezug auf Tänze, Kleidung und Nahrungszubereitung sehr unterschiedlich waren. Traditionen hielten sich unbeeinflusst von der Industrialisierung , zu der ab 1900 auch die systematische Nutzung der Wasserkraft hinzukam.

Die ersten Touristen kamen um 1850, zum Jagen, Fischen und Bergwandern. Fjordfahrten begannen vor mehr als hundert Jahren, kurz darauf nahm auch der Skitourismus seinen Anfang. Heute ist die Region ein beliebtes Reiseziel mit guten Versorgungsmöglichkeiten. Der Tourismus bildet für die rund 50.000 festen Einwohner daher eine wichtige Einnahmequelle. Viele Fjordnorweger sind darüber hinaus im Dienstleistungssektor, in der Land-, Fischerei- und Forstwirtschaft, im Handwerk, in der Industrie und in den Wasserkraftwerken beschäftigt.

Gemeinden und Einwohner

Hallingdal, Provinz Buskerud: Flå (1.030), Nes (3.500), Gol (4.400), Hemsedal (1.900), Ål (4.700), Hol (4.600)

Hardanger, Provinz Hordaland: Eidfjord (900), Ullensvang (3.500), Odda (7.500), Kvam (8.400), Jondal (1.100), Ulvik (1.200), Granvin (1.020)

Südteil des inneren Sogn, Provinz Sogn og Fjordane: Aurland (1.800), Lærdal (2.200)

Infrastruktur

Die Regionen Hallingdal, Hardanger und Sogn liegen alle an der Hauptverkehrsverbindung zwischen Oslo und Bergen. Von dieser führen kleinere und größere Bergstraßen ins Gebirge. Tunnel, Fähren und Brücken machen Fjordnorwegen schnell und bequem erreichbar. Durch das gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz aus Bahn, Bus und Schiff sind auch Rundreisen ohne eigenes Auto problemlos möglich.

Zuletzt aktualisiert am: 2008-07-11
Ausblick auf den Hardangerfjord, Norwegen - Foto: Terje Rakke/Nordic Life/Destination Hardanger Fjord
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