Erleben Sie den nur 33 Kilometer von Bodø entfernten stärksten Gezeitenstrom der Welt. Bestaunen Sie diese Naturgewalt, wenn die Flut am höchsten steht.
Alle sechs Stunden stürzen 400 Millionen Kubikmeter Wasser mit einer Geschwindigkeit von bis zu 20 Knoten (40 Kilometer pro Stunde) durch die 150 Meter breite und drei Kilometer lange Meerenge, die den Saltenfjord und den Skjerstadfjord miteinander verbindet.
Die mächtigen Strudel können einen Durchmesser von zehn Metern und eine Tiefe von vier bis fünf Metern erlangen. In den örtlichen Fremdenverkehrsämtern erhalten Sie Gezeitentafeln über den Saltstraumen.
Großer Fischreichtum
Der Saltstraumen ist berühmt für seinen Fischreichtum, so zum Beispiel an Kabeljau, Köhler, Steinbeißer und Heilbutt. Mit einem eindrucksvollen Fang von 22,7 Kilogramm wurde hier der Weltrekord im Köhlerfang mit der Angelrute gemessen. Möchten auch Sie Ihr Anglerglück versuchen? Mieten Sie dann entweder eine Takel zum Küstenangeln oder angeln Sie vom Boot aus. Sie können vor Ort selbst ein Boot mieten oder sich einer Gruppe anschließen und auf einem Charterboot zum Tiefseeangeln hinausfahren.
Bei jeder Drehung des Stromes entsteht ein "Zeitfenster", in dem größere Schiffe die Meerenge passieren können. Die örtlichen Signalstellen geben Auskunft über diese Zeiten, zu denen der Strom meist ruhig ist.
Allerdings sollte jeder, der sich auf einem Boot oder unten am Meeresufer aufhält, auf der Hut sein: Auch wenn die Oberfläche ruhig erscheint, toben unter Wasser gefährliche, reißende Ströme.
Gehen Sie wandern
Die Umgebung des Saltstraumen ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt zum Wandern und Trekken in der wunderschönen Bergwelt, wie zum Beispiel in Børvasstindene. Sie können natürlich auch in einer der Gegenden wandern, in denen es zahlreiche archäologische Überreste zu besichtigen gibt.
Geschichte
Die frühesten bekannten Spuren menschlicher Besiedlung in Bodø wurden im Saltstraumen-Gebiet gefunden. Vor 10.000 Jahren siedelten hier Jäger: angezogen von den vielen Fischen, die sich in den schnellen Strömen tummelten, lebten sie praktisch am Rande des Eises. Erst vor wenigen Jahren wurden die Überreste ihrer Siedlung entdeckt, die zu den ältesten archäologischen Funden Norwegens zählen.
Zuletzt aktualisiert am: 2008-07-18