Im mittelalterlichen Norwegen bot die Landwirtschaft kein Auskommen für seine Bewohner. Die meisten siedelten an der Küste und die Wikinger wurden schnell zu den besten Schiffbauern Europas.
Langschiffe
Ihre Langschiffe hatten einen breiten, flachen Rumpf. Dadurch konnten sie selbst flache Küstengewässer befahren und auf Flüssen ins Landesinnere vordringen. Dies nutzten die Wikinger ab dem späten neunten Jahrhundert zu Fahrten in fremde Länder: als Entdecker, als Händler, aber eben auch als brutale Eroberer.
Zunächst machten sich nur wenige Wikinger auf die Reise, dann wurden es immer mehr; schließlich waren Hunderte von Langschiffen unterwegs nach England, Schottland, Frankreich und Irland. An europäischen Küsten bis nach Russland verbreiteten sie als plündernde und mordende Piraten Angst und Schrecken. Doch ihr Ruf ist nicht ganz fair.
Dublin
Die Wikinger zerstörten nicht nur, sondern waren auch begabte Händler und schufen Neues: So gründeten sie diverse Städte, unter ihnen auch Dublin, und besiedelten Landstriche wie die Normandie. Zwischen 879 und 920 entdeckten und kolonisierten sie Island und von dort aus Grönland.
Mitte des elften Jahrhunderts waren die Wikinger durch Unruhen im eigenen Land geschwächt. Gleichzeitig bildeten die erstarkten europäischen Staaten weniger leichte Ziele.
Im Jahr 1066 fiel Harald Hardråde („der Unbarmherzige“) in England ein, um den Königsthron zu beanspruchen; er wurde jedoch vernichtend geschlagen. Damit war das Zeitalter der Wikinger beendet.
Zuletzt aktualisiert am: 2008-10-14