Zahlen und Fakten
In der Region am Hardangerfjord leben rund 23.000 Menschen auf einer Fläche von insgesamt 6.266 Quadratkilometern. Der Hardangerfjord ist 179 Kilometer lang und bis zu 860 Meter tief.
Im gebirgigen östlichen Teil der Region erstreckt sich die Hardangervidda, Nordeuropas größte Hochebene.
Hardanger ist schon seit dem 19. Jahrhundert ein bedeutendes, europaweit bekanntes Reiseziel. Sie finden Unterkünfte für jeden Geschmack und Geldbeutel, von luxuriösen Resort Hotels über Berghütten und Pensionen bis hin zu einfachen Hütten und Campingplätzen.
Lage
Hardanger liegt eine Autostunde von Bergen und fünf Stunden von Oslo entfernt. Im Norden der Region schließen sich Voss und der Sognefjord an, im Süden liegen Ryfylke und Sunnhordland.
Natur und Aktivitäten
In Hardanger liegen die beiden Nationalparks Hardangervidda und Folgefonna. Beide sind von einem umfangreichen Wegenetz durchzogen und es gibt eine Reihe von bemannten und Selbstbedienungshütten.
Die Hardangervidda ist ein Paradies für Wanderer mit Zelt und Angelroute. Das Gebiet ist berühmt für seine vielen Seen und Flüsse, in denen es von Bachforellen wimmelt.
Am Gletscher Folgefonna gibt es im Sommer verschiedene Möglichkeiten für geführte Gletscherwanderungen sowie Skisport (Alpin und Langlauf).
Hardanger ist ideal für Rundreisen mit dem Auto, Wanderungen, Fjordcruises und andere Erlebnisse im Freien. Sie können an geführten Touren teilnehmen und Ausrüstung für Kajaktouren, Rafting, Radtouren, Sommerski und Snowboard, Wanderungen und Gletschertouren leihen.
Die Fjordlandschaft mit Gletschern, steilen Bergen, Wasserfällen sowie üppiger Vegetation und Obstbäumen am Fjordufer ist ein echtes Naturparadies.
Geschichte und Kultur
Die Region am Hardangerfjord war schon in prähistorischer Zeit besiedelt. Noch heute kann man hier mehr als 5.000 Jahre alten Felszeichnungen bewundern.
Im späten 19. Jahrhundert spielte Hardanger eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des norwegsichen Nationalbewusstseins. Die nationalromantische Bewegung im Land nutzte die traditionelle Tracht der Hardangerregion als Nationalsymbol. Auch Volksmusik und die Natur spielten in der norwegischen Kunst, Musik, Literatur und Dichtung eine wichtige Rolle. Die berühmte Hardangerstickerei können Sie im Hardanger Volkskundemuseum in Utne bestaunen.
Die Stabkirche von Røldal ist die einzige noch erhaltene Stabkirche im Bezirk Hordaland. Neben die Nidarosdom in Trondheim war Røldal lange Zeit das wichtigste Pilgerziel Norwegens.
In der Region liegen mehrere historische Hotels. Das Utne Hotel war seit 1722 kontinuierlich in Betrieb. Das Gästehaus Jaunsen Gjestgjevarstad in Granvin wurde bereits 1674 gegründet.
Traditionelle Produkte der Region
Der Obstanbau in Hardanger begann im 13. Jahrhundert, als sich Zisterziensermönche in der Region niederließen.
Heute ist Hardanger die wichtigste Anbauregion für Obst und Beeren (hauptsächlich Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Himbeeren und Erdbeeren) in Norwegen und wird deshalb auch als Obstgarten Norwegens bezeichnet.
Apfelcider aus Hardanger ist norwegenweit bekannt. Die Ciderfabrik in Ulvik ist einer der größten Hersteller und für Besucher geöffnet.