Die relativ kleine Region umfasst nur zwei Provinzen (Süd- und Nord-Trøndelag), hat für Besucher jedoch viel zu bieten. Zu den Highlights gehören die malerische Bergbaustadt Røros, ein UNESCO-Weltkulturerbe, und Trondheim, Norwegens drittgrößte Stadt. Der Nidarosdom ist das älteste und größte religiöse Gebäude und zieht Pilger bereits seit dem Mittelalter an. Und sie pilgern noch immer. Allerdings kommen die Urlauber heute oft einfach nur zum Angeln in einigen der besten Lachsflüsse Norwegens. Oder sie gehen auf ein Pop-Konzert im neuen Rockheim-Museum. Beliebt sind auch Autofahrten auf der berühmten Atlantikstraße. Ob zu Besuch bei den Wikingern in Stiklestad, während einer Übernachtung im Familienpark Namsskogen oder beim Wandern im Nationalpark Børgefjell – Besuchern wird es in Mittelnorwegen nicht langweilig.
Highlights der Region
- Trondheim und der Nidarosdom
- Røros UNESCO-Weltkulturerbe
- St. Olavs Erbe
- Die Atlantikstraße
- Lachsflüsse
Ideen für Storys
Lachsangeln: Die "Lachslords", die im 19. Jahrhundert von den britischen Inseln und vom europäischen Festland anreisten, waren die ersten Angler, die den Fluss Namsen und dessen hervorragende Bedingungen für den Lachsfang entdeckten. Viele andere sind seither in ihre Fußstapfen getreten und reisten auf der Suche nach dem großen Fang nach Trøndelag. Heute sind die Flüsse Orkla und Gaula ebenso beliebt – Fische mit einem Gewicht von mehr als 20 Kilogramm werden hier jedes Jahr gefangen.
Trøndelag für Musikliebhaber: Rockheim ist das Zentrum für norwegischen Rock und Pop und wurde 2010 in einem beeindruckenden Gebäude im Hafenviertel von Trondheim eröffnet. Empfehlenswert ist auch die Rock City bei Ringve in Namsos, mit Norwegens größter Sammlung von Musikinstrumenten – das Museum beherbergt 2.000 Musikinstrumente (darunter viele traditionelle norwegische Instrumente), 25.000 Musiknoten, 11.000 Fotografien und ein umfangreiches Geräuscharchiv. Trondheim ist jeden September auch die Heimat eines populären Kammermusikfestivals.
Tauchen: Taucher und Meeresbiologen aus der ganzen Welt reisen zum Trondheimfjord. In dem einzigartigen Gebiet leben seltene Tiefseebewohner wie Kaninchenfische, Haie und ein Korallenriff in einer Tiefe von nur 35 Metern. Im Trondheimfjord liegen auch mehrere Flugzeugwracks aus dem Zweiten Weltkrieg. Kvennvær ist ein weiteres populäres Tauchgebiet, ebenso die Inseln Hitra und Frøya. Letztere sind für ihre kristallklaren Gewässer und ihre große Vielfalt an Meeresbewohnern bekannt. Hier wird gerne nach Jakobsmuscheln getaucht.
Meeresangeln: Das Meeresangeln entlang der Küste von Trøndelag zieht Besucher aus nah und fern an – nicht zuletzt deshalb, weil hier oft große Fische gefangen werden. In der Region gibt es mehrere Festivals zum Thema Meeresangeln. Organisierte Ausflüge mit Berufsfischern sind sehr beliebt.
Fahren auf der Atlantikstraße: Die 36 Kilometer lange Straße verläuft von Kristiansund nach Molde und führt über sieben Brücken von Insel zu Insel. Entlang des Weges blickt man auf das Meer und kann zahlreiche verschiedene Vogelarten und Robben beobachten. Zudem finden sich unterwegs viele Möglichkeiten, die Angel auszuwerfen.
Wildleben auf Hitra und Frøya: Robben, Seeotter und mehrere Vogelarten, darunter Seeadler, können auf den kleinen Schären um die Inseln Hitra und Frøya beobachtet werden. Die Inseln sind auch bei Wanderern und Paddlern beliebt.
Wandern: Nidaros war im Mittelalter der größte Wallfahrtsort Nordeuropas. Auf einer Wanderung entlang der alten Pilgerwege durch Mittelnorwegen nach Trondheim (auch bekannt als St. Olavswege) kann man die Region entdecken. Ein weiteres gutes Wandergebiet ist Sylan, an der Grenze zwischen Süd-Trøndelag und Jämtland in Schweden.
St. Olavs-Geschichte: Das St. Olavs Drama ist ein episches Schauspiel über die Schlacht bei Stiklestad, wo St. Olav im Jahr 1030 fiel. Ein entscheidender Moment in der norwegischen Geschichte – das Christentum hat seither in Norwegen Fuß gefasst. Die beeindruckende Show wird in Norwegens größtem und ältestem Freilufttheater in Stiklestad aufgeführt. Im Nationalen Kulturzentrum Stiklestad gibt es ein Freilichtmuseum mit Ausstellungen etwa über das Leben des Heiligen Königs Olav. Im Sommer werden Führungen angeboten. Für Kinder werden spezielle Programme durchgeführt.
Røros: Seit 1980 auf der UNESCO-Welterbeliste, ist Røros für seine einzigartige Holzarchitektur berühmt. Die malerische Bergbaustadt hat viel von ihrem ursprünglichen Charakter bewahrt, darunter ein Straßennetz aus dem 17. Jahrhundert und hölzerne Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Langlauf: Einige der besten Langläufer Norwegens, darunter Marit Bjørgen und Petter Northug, kommen aus Trøndelag, und die Provinz ist die Heimat einer der führenden Langlaufschulen. Die Region eignet sich besonders für den Langlauf. In vielen Städten beginnen die Loipen direkt an der Stadtgrenze. Das Gelände ist abwechslungsreich: flache und sanfte Hänge für Anfänger finden sich bei Namsskogan, steilere Berggebiete für Fortgeschrittene hingegen bei Sylan (siehe "Wandern"). Die Provinz ist Heimat einer der führenden Langlaufschulen und einiger der besten Langläufer Norwegens, darunter Marit Bjørgen und Petter Northug.
Sehenswürdigkeiten
- Trondheim
- Nidarosdom, Trondheim
- Røros
- Stiklestad
- Kystriksveien
Eine Auswahl an Festivals und Veranstaltungen
Rørosmartnan, Messe (Røros, Februar)
Das St. Olavs Festival (Olavsfestdagene): feiert Norwegens historisches und religiösen Erbe und den Schutzheiligen St. Olav (Trondheim, Ende Juli bis Anfang August)
Trøndersk Matfestival, regionales Kulinarikfestival (Trondheim, August)
Trondheim Kammermusikfestival (Trondheim, September)
Unterkünfte
Hütten und Rorbu (Fischerhütten) stehen in vielen Orten entlang der Küste. Eine einzigartige Erfahrung ist eine Übernachtung im Leuchtturm Kjeungskjær auf einer kleinen Insel. Hier ist man von allen Seiten vom Meer umgeben. Im Leuchtturm Vingleia in Frøya, Süd-Trøndelag, kann man ebenfalls übernachten. Eine gute Wahl für designbewusste Reisende ist der Campingplatz Stokkøya. Mit seiner bunten Strandbar und den unterirdischen Räumen wurde er bereits mehrfach zum Thema in Reise- und Designmagazinen. Den Charme vergangener Zeiten erleben Gäste im Britannia Hotel in Trondheim und im Bårdshaug Manor – beide sind Mitglieder von De Historiske, einer Vereinigung von historischen Hotels und Restaurants in Norwegen. Dazu gehört auch das Vertshuset in Røros. Weitere gute Adressen in der alten Bergbaustadt sind das Erzscheidergården Hotell und das winzige Frøyas Gästehaus.
Anreise
Der wichtigste Flughafen in Mittelnorwegen ist der Flughafen Trondheim in Værnes. Mit dem Zug erreicht man Røros und Trondheim. Ansonsten verbinden Busse alle Städte in der Region. Die Schiffe der Hurtigruten fahren das ganze Jahr über von Bergen aus bis in den Norden nach Kirkenes. Sie legen auch in Trondheim an. So ist es möglich, die Region rings um die Stadt vom Meer aus zu entdecken. Unterwegs werden weitere Landausflüge angeboten.
Nützliche Internetseiten
Visitnorway/Mittelnorwegen
Visit Trøndelag
Trondheim
Røros
Namsen Fluss
Interessante Fakten
Trøndelag umfasst die Bezirke Nord-und Süd-Trøndelag und wird aufgrund der zentralen Lage oft als Mittelnorwegen bezeichnet. Trøndelag hat rund 420.000 Einwohner und eine Fläche von 41.263 Quadratkilometern. Die größte Stadt in der Region ist Trondheim (Bevölkerung: 170.000) – die Stadt war Norwegens erste Hauptstadt (1030-1217).
Das Dorf Hell (Bevölkerung: 1.418) liegt in Nord-Trøndelag. Durch den Namen (Hell, zu Deutsch: Hölle) hat das Dorf Berühmtheit erlangt und das Bahnhofsschild ist ein beliebtes Fotomotiv.
Marit Guldsetbrua Emstad, ein damals 16-jähriges Mädchen aus Selbu, begründete vor rund 150 Jahren mit den beliebten Selbu-Handschuhen einen Trend. Wie die meisten Mädchen dieser Zeit lernte sie früh zu stricken. Während sie eines Tages das Vieh hütete, begann sie, mit zwei verschiedenfarbigen Fäden zu stricken. Das Ergebnis war ein Paar feine weiße Handschuhe mit einem schwarzen Stern-Muster, das ein sofortiger Erfolg im Dorf war – und der Beginn einer langen Tradition. Die Selburose war geboren. Heute sind rund 300 verschiedene Muster registriert, die vor allem bei der Winterbekleidung verwendet werden.
Die Destination Røros ist ein Förderer des nachhaltigen Tourismus und gewann den renommierten Award "Tourism for Tomorrow" bei den World Travel & Tourism Council (WTTC) Awards im Jahr 2012.
Mit einer Fläche von 571,5 Quadratkilometern ist Hitra die siebtgrößte Insel in Norwegen (ohne Svalbard) und die größte südlich der Lofoten. Hitra ist die Heimat der größten Rothirschherde Nordeuropas. Hier wird aktiv nach Hirschen und Rehen sowie nach Robben und Raufußhühnern gejagt. Ein Hirschkopf ziert das Wappen der Insel.