Norwegens wilde, zerklüftete und oft völlig unberührte Küste ist ein Ort, an der sich Möglichkeiten für eine fantastische Fischerei bieten. Und die Erfahrung hat uns gezeigt, dass diese Möglichkeiten das ganze Jahr hindurch genossen werden können. Während der milden Sommermonate, wenn die Sonne oberhalb des Polarkreises für einige Wochen oder sogar Monate nicht mehr hinter dem Horizont verschwindet, kann man im Schein der Mitternachtssonne das Angeln auch in den Nachtstunden genießen. Das Plankton steigt dann zur Oberfläche und lockt große Schwärme von Futterfischen an, die von hungrigen Raubfischen verfolgt werden – fast schon ein Garant für aufregendes Angeln.
Der Winter bietet Anglern ebenfalls großartige Möglichkeiten, vor allem wenn es darum geht, Dorsche in rekordverdächtigen Größen zu fangen. Auf den Lofoten finden aus diesem Grund alljährlich im März die Weltmeisterschaften im Dorschangeln statt.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Fischgründen der Welt sind die norwegischen Küstengewässer einem relativ geringen kommerziellen Befischungsdruck ausgesetzt. Durch den günstigen Einfluss des Golfstroms und aufgrund der strengen Fischereiordnung sind die Bestände vieler Arten tatsächlich wieder auf dem Vormarsch.
Fischarten
Für die meisten Meeresangler, die zum Angeln nach Norwegen kommen, ist der Dorsch die begehrteste Fischart. Und während Norwegen – und vor allem Nordnorwegen – die unbestrittene “Dorsch-Welthauptstadt” ist, sind die norwegischen Küstengewässer auch reich an vielen anderen Arten. Der schwarz-silberne Seelachs (Köhler) kommt für gewöhnlich in Gewichten bis über 9 Kilo vor. Außerdem kommen Schellfisch sowie der furchtbar aussehende, aber sehr wohlschmeckende Seewolf vor, der sicher zu den Lieblingen der Norwegenangler gehört.
Norwegen ist zudem ein geeigneter Ort, um sich mit dem König der Plattfische anzulegen – dem mächtigen Heilbutt. In den vergangenen Jahren haben Gastangler unzählige kapitale Exemplare von mehreren hundert Pfund gelandet, der bislang größte Heilbutt wog über 180 Kilo – verglichen mit einigen Fischen, die bereits von Berufsfischern angelandet wurden, war dies übrigens ein relativ kleiner Fisch.
Fanggebiete
Schauen Sie sich die Gegend um Kristiansand an, wenn Sie im Sommer an der aufregenden aber geschützten Südküste auf viele unterschiedliche Fischarten angeln möchten. Die größten Dorsche schwimmen während des Winters vor den Küsten von Finnmark und Troms.
Angelgerät
Es ist vorteilhaft, gut ausgerüstet zu sein und sich auch auf kaltes Wetter einzustellen (die Temperaturen im Winter betragen meist 0°C bis -8°C). Es gibt viele Charter-Skipper, die über moderne Schiffe verfügen und Sie mit diesen zu den besten Fanggebieten fahren. Die meisten Skipper halten geeignete Wetterschutzkleidung und Angelgerät bereit – für den Fall, dass Sie nicht Ihre eigene Sachen mitbringen möchten.
Für erfahrene Bootsbenutzer werden überall in Norwegen auch Mietboote angeboten, meist in hoher Qualität und mit einer kompletten und modernen Sicherheitsausrüstung – ein Spiegelbild des hohen Lebensstandards, der auch für Angelcamps, Hotels und Lodges im ganzen Land zutrifft.